#JüdischesMuseumSachsen

Rethinking Stadtgeschichte: Perspektiven jüdischer Geschichten und Gegenwarten

Jüdisches Leben gibt es in Deutschland bereits seit 1.700 Jahren. In Dresden beginnt diese Geschichte im Mittelalter – und sie ist komplex, denn was „jüdisch“ war, ist oder sein soll, bleibt immer auch eine Frage des Standpunkts. Die Intervention in der Dauerausstellung des Stadtmuseums lädt Besucher*innen ein, unterschiedliche Dimensionen des Jüdischen zu erkunden. Sie zeigt auch, dass sich im alltäglichen Leben zahlreiche Berührungspunkte zu jüdischer Vergangenheit und Gegenwart finden. In Wohnzimmern, Kellern oder Garagen stehen heute noch Objekte, die solche Geschichten erzählen. Begleitet wird die Intervention von Impulsen aus Kunst, Wissenschaft und Austausch zu einzelnen Ausstellungsobjekten. Führungen geleiten ins Umfeld des Stadtmuseums. Eine Blog-Reihe begleitet das Format und greift die aktuelle Debatte um ein „Jüdisches Museum“ in Sachsen auf.

Jüdisches (im) Museum in Sachsen: Zur Debatte!

Angesichts der offensichtlichen Nicht-Debatte ist es einer der Beweggründe der Intervention „Rethinking Stadtgeschichte: Perspektiven jüdischer Geschichten und Gegenwarten“, Impulse zu einer breiten Auseinandersetzung mit der Idee eines „Jüdischen Museums in Sachsen“ zu setzen. Im Rahmen des Begleitprogramms zur Intervention werden in den kommenden Wochen im Blog Standpunkte von Akteurinnen und Akteuren, Vertreterinnen und Vertretern der jüdischen Gemeinden in Sachsen, Politik und Gesellschaft sowie von Expertinnen und Experten …
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Jüdisch? – Echt jetzt?

Es war ein Zufall, dass ich im April 2018 bei einer Haushaltsauflösung in Radebeul unter bestimmt fünfzig weiteren Holzkleiderbügeln jenen mit der Aufschrift „A. Loewenthal, Meissen.“ entdeckte. Auch die meisten anderen Bügel trugen Aufschriften und waren bereits zum Feuerholz bestimmt. Was für den Vorbesitzer einfach nur ein Kleiderbügel war, rief mir die Geschichte von Alexander Löwenthal (1873–1942) ins Gedächtnis.
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