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#2021JLID

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Daniel Ristau

Angesichts der offensichtlichen Nicht-Debatte ist es einer der Beweggründe der Intervention „Rethinking Stadtgeschichte: Perspektiven jüdischer Geschichten und Gegenwarten“, Impulse zu einer breiten Auseinandersetzung mit der Idee eines „Jüdischen Museums in Sachsen“ zu setzen. Im Rahmen des Begleitprogramms zur Intervention werden in den kommenden Wochen im Blog Standpunkte von Akteurinnen und Akteuren, Vertreterinnen und Vertretern der jüdischen Gemeinden in Sachsen, Politik und Gesellschaft sowie von Expertinnen und Experten in Interviews erscheinen. Argumente, Kritik und Perspektiven kommen auf den Tisch – und im besten Fall regen sie dann tatsächlich eine öffentliche Debatte an, die nicht nur in Dresden und Leipzig geführt, sondern auch in den ländlichen Raum und über Sachsen hinaus ausgetragen wird.

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Daniel Ristau

Es war ein Zufall, dass ich im April 2018 bei einer Haushaltsauflösung in Radebeul unter bestimmt fünfzig weiteren Holzkleiderbügeln jenen mit der Aufschrift „A. Loewenthal, Meissen.“ entdeckte. Auch die meisten anderen Bügel trugen Aufschriften und waren bereits zum Feuerholz bestimmt. Was für den Vorbesitzer einfach nur ein Kleiderbügel war, rief mir die Geschichte von Alexander Löwenthal (1873–1942) ins Gedächtnis.